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   Agostinho da Silva und sein Team verwöhnen Sie
   mit typischen portugiesischen Köstlichkeiten.

    (ab) Agostinho da Silva muss nur kurz nachdenken bei der Frage,
  wie lange er schon in Deutschland ist.
    „Uh“, sagt er, „über 35 Jahre. 1974 bin ich nach Mainz gekommen.
  Hier habe ich auch meine Frau kennengelernt.“ Zwei Jahre später
  eröffnet er sein erstes Restaurant, das „Algarve“ in der
  Stadthausstraße (beim MCV), und führte es über 20 Jahre.
    Dass er vor zwei Jahren das Lokal des U.D.P. übernommen
  hat, war ein Glücksfall für den portugiesischen Fußballverein
  „União Desportiva Portuguesa de Mainz 1969“.
  Der Traditionsclub stand damals vor dem Aus, hatte Insolvenz
  angemeldet. Weil Agostinho da Silva nicht nur als Gastronom
  vom Fach ist, sondern seit seiner Jugend als Fußballer aktiv,
  konnte er die Bitten von Freunden und Clubmitgliedern nicht
  abschlagen.
    Mit Freude und Stolz wurde denn auch im März der
  40. Geburtstag des Clubs und der Erfolg des Restaurants gefeiert.
    Etwa 80 % seiner Gäste sind Deutsche. An Sonn- und Feiertagen
  allerdings überwiegt die portugiesische Sprache.
    „Der U.D.P. ist mehr als ein Fußballverein“, erzählt Agostinho,
    „er ist ein Treffpunkt von vielen Portugiesen, so etwas wie eine
  portugiesische Botschaft. Hier reden wir, spielen Karten,
  essen und trinken. Hier wurden schon zahlreiche Freundschaften
  geschlossen, nicht nur im Fußball und nicht nur zwischen
  Portugiesen und Deutschen.“
    „Atmosfera tipica, sabor autentíco“
    – das war und ist das Kennzeichen des Lokals: „typische
  Atmosphäre, authentischer Geschmack“. Und in der Tat:
  Wer schon einmal in Portugal war, fühlt sich im U.D.P. in das
  Land versetzt. Zwei große Räume, fast hallenartig, mit eher
  rustikaler Ausstattung, aber mit unzähligen Fußballpokalen
  an den Wänden, empfangen den Gast.
    Wenn dann aber das Essen auf den Tisch kommt und dazu
  Wein aus den unterschiedlichen Regionen oder portugiesisches
  Bier vom Fass gereicht wird, taucht man ein in eben jene
  beliebte ‚atmosfera tipica'.
    Bacalhau in allen Variationen, gegrillte Sardinen,
  gemischter Fischteller, Tintenfischspieß, dazu batatas
  rodelas oder batata murro – erfahren Sie selbst, welche
  Köstlichkeiten sich hinter diesen Namen verbergen.
    Der Koch Octavio aus der einstigen Kolonie Santome,
  der seit 15 Jahren im U.D.P. arbeitet, verfeinert seine
  Künste ständig. „Einen großen Teil des Erfolgs unserer Küche
  haben wir ihm zu verdanken“, weiß Agostinho. „Es ist dieses
  gute Preis- Leistungs-Verhältnis, das die Menschen zu uns
  führt. Viele waren schon als Studenten hier, wegen der Preise
  und wegen der ungezwungenen, lockeren Atmosphäre.
    Heute kommen sie mit ihren Kindern, die draußen rumtollen
  können und sich frei fühlen.“ Neben der Gastronomie und dem
  Fußball präsentiert U.D.P. auch Kultur.
    Mit seinemFreund und Geschäftspartner Eliu Barreira
  organisiert Agostinho da Silva portugiesische Abende mit
  Musik und Tanz, hat bekannte Fado-Sängerinnen und -Sänger
  zu Gast, plant in der nächsten Zeit auch Folklore-Vorführungen.
    „Damit auch unsere Enkelkinder wissen, wie früher die Tradition
  in Portugal war“, erklärt er. Und fügt mit Blick auf seine dreijährige
  Enkeltochter hinzu: „Ich weiß nicht, ob sie noch Portugiesin ist.
    Ich glaube, sie ist schon Europäerin.“
Atmosfera tipica
Das portugiesische Lokal des U.D.P.

Zitat aus dem "Mainzer Neustadt-Anzeiger" vom 07/2009